Gedanken zum Sonntag Jubilate

 Jauchzet Gott, alle Lande! Psalm 66, 1

Sonntag 3. Mai 2020

 

Ich bin der Weinstock, nur wenn du mit mir in Kontakt bleibst, wirst du leben, nur dann kann ich dich mit Wasser und Nahrung versorgen. Doch hab keine Angst, du darfst dich entfalten und wenn ich dich ab und zu deine Grenzen spüren lasse, dann deshalb, weil ich möchte, dass du stark wirst, und bitte bleib auch ein bisschen wild….
                                                                                                                                                                                             (Meditation von Clemens Bittlinger)

Der wahre Weinstock – Johannesevangelium 15, 1-8

 

Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg; und eine jede, die Frucht bringt, reinigt er, dass sie mehr Frucht bringe. Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt.

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Wer nicht in mir bleibt, der wird weggeworfen wie eine Rebe und verdorrt, und man sammelt die Reben und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger.

*************************************************************************************************************************************************

Liebe Leserinnen und Leser!

Wer Blumen und Pflanzen besitzt, der weiß, dass ich mich darum kümmern muss, damit sie wachsen und nicht eingehen. Eine Blume braucht Wasser, manche mehr, manche weniger. Eine Blume braucht Nährstoffe, eine gute Erde oder auch Dünger. Eine Pflanze braucht ihren Platz zum Wachsen und vor allem auch Sonnenlicht. Wer eine Blume am Fensterbrett hat oder einen Garten besitzt, der weiß das ganz genau. Vor allem auch Gemüse und Obst brauchen ihre besondere Pflege, damit wir auch etwas ernten können. Dabei muss auch manchmal die Pflanze beschnitten werden. Verwelktes, Abgestorbenes oder Verästelungen müssen, auch wenn es der Pflanze weh tut, abgeschnitten werden. Auch wenn es schmerzhaft ist und die Pflanze im ersten Moment verletzt wird, muss es getan werden. Aber dann kann sie umso mehr wieder wachsen und gedeihen.

Jesus vergleicht seine Beziehung zu Gott mit einem Weingarten. Er selbst ist ein Weinstock, also die Pflanze und Gott ist der Weingärtner.

Weinstöcke werden an Berghängen Richtung Süden gepflanzt, damit sie sehr viel Sonne haben. Die Weinstöcke sind sehr empfindlich und brauchen viel Pflege. „Das ist nicht so einfach, da wegen der Hanglage man auch nicht so viele Maschinen einsetzen kann. Es ist eine knochenharte Handarbeit, bei der die ganze Familie mithelfen muss“, so ein befreundeter Weinbergbesitzer, bei dem wir schon so manche lustige und fröhliche Weinprobe erlebt haben. Und das Wetter spielt da auch eine große Rolle.

Gott als Jesu Weingärtner heißt natürlich: Gott sorgt sich um ihn und pflegt ihn so, damit er sehr viel Frucht gewinnen kann. Das ist sein Ziel. Dabei muss er ihm auch Leid zufügen. Gott schickt Jesus auf diese Erde, damit er den Menschen von ihm erzählt, damit er die Menschen annimmt und seine Liebe verbreitet. Die Menschen durch ihn Gott erleben. Und dabei muss er auch viel leiden, damit die Menschen erfahren, dass Gott das Leben bringt und der Tod keine Macht hat. Jesus als der Weinstock hat auch die ganzen Stürme und Kälte der Welt miterlebt. Jesus weiß, wie schwer das Leben hier auf dieser Erde ist. Er kennt das Leid, er kennt die Krankheiten, er kennt die Einsamkeit, die Verzweiflung und die Traurigkeit. Er kennt aber auch die Freude und das Glück. Und er kennt uns Menschen. Er weiß genau, was wir brauchen. Deshalb sagt er: „Bleibt bei mir, ich kann euch geben, was ihr für dieses Leben mit all den Höhen und Tiefen braucht. Das Leben ist manchmal schmerzhaft. Und manches werden wir einfach nicht verstehen. Aber wenn ihr bei mir bleibt, dann werdet ihr alles bekommen, was ihr für dieses Leben braucht.“

Jesus fordert uns auf, bei ihm zu bleiben, wie die Reben am Weinstock. Denn vom Weinstock bekommen sie die Kraft zum Wachsen. Bleibt in mir, bleibt an mir. Nur dann könnt ihr wachsen und gedeihen und viel Frucht bringen. Das Herz des Weingärtners erfreuen.

Wir müssen dabei gar nicht so viel tun. Versorgt und umpflegt werden wir von Gott. Wir müssen es nur zulassen. Gott vertrauen und annehmen, was da kommt an Nährstoffen und Wetter. Der Weinstock Jesus gibt uns dabei die Lebenskraft zum Wachsen.

Gott ist und bleibt unser fürsorglicher Gärtner, der sich liebevoll um uns bemüht. Auch wenn wir das vielleicht manchmal nicht so spüren. Er ist da und will, dass wir gut wachsen und gedeihen. Er gibt uns den Platz und die Sonne. Und er steht uns bei. Vor allem auch jetzt in dieser Coronakrise. Bleiben wir bei Gott, vertrauen wir ihm, dann werden wir gut aus dieser Krise auch wieder herauskommen und viel davon lernen.

Gott setzt uns den Stürmen und der Kälte der Welt aus, aber er läßt uns dabei nicht allein. Er gibt uns die Kraft durchzuhalten. Gott bemüht sich um uns, tut alles, was er kann. Er will niemanden verlieren. Er wendet sich liebevoll uns, seinem Weinberg zu, damit wir, die Weinstöcke wachsen, gedeihen und viel Frucht bringen können. Amen.

 

Lied EG 316 Str. 1 - 2 „Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren“

 

Fürbittengebet

Gott, wir wollen so gern gute Reben an deinem Weinstock sein. Hilf uns, dass andere Menschen durch uns deine Freundlichkeit, Liebe und Güte erfahren.

Bruder Jesus, wenn wir an dir bleiben, sind wir getrost und voller Vertrauen. Lass uns an dir festhalten, auch in den kleinen und großen Nöten, die immer wieder über uns kommen. Lass uns auch jetzt in dieser Krise bei Dir bleiben und dir unser Leben anvertrauen.

Wir bitten dich für unsere Kranken, vor allem für alle, die an Covid 19 erkrankt sind, steh ihnen bei in ihrem Leid. Wir bitten dich für alle, die in den pflegenden Berufen arbeiten, für alle Schwestern, Pfleger, Ärztinnen und Ärzte. Für alle, die uns umsorgen mit Lebensmittel oder den Müll wegfahren. Für alle, die Verantwortung tragen, lass sie die richtigen Entscheidungen treffen. Stärke uns alle in dieser bedrückenden Zeit.

Stärke in uns die Hoffnung, dass du all unsere Tränen einmal abwischen wirst. Dein Heiliger Geist wirke mit deiner Kraft in den Herzen und Köpfen aller Menschen gegen Hass und Gewalt, dass Friede sei bei uns und überall in der Welt.

Guter Gott, hilf uns allen diese Corona-Krise zu überwinden. Schenke uns Mut, Zuversicht und Durchhaltevermögen.

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen,. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Segen

Gott segne dich und behüte dich, Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden.+ Amen. /

 

Einen gesegneten Sonntag und bleiben Sie gesund!

 

Ihre Pfarrerin Susanne Kim

 

Wochenspruch

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur;

das Alte ist vergangen, siehe Neues ist geworden.

2. Korinther 5, 17

 

Gedanken zum Sonntag Misericordia Domini

 

26. April 2020

Der gute Hirte

Wie ein guter Hirte ist
Gott für uns da;
voll Fürsorge und Barmherzigkeit führt er uns in unserm Leben.
Für diese Wahrheit hat Jesus gelebt, dafür ist er gestorben,
dafür hat er an Ostern den Tod besiegt.
Auf seine Stimme hören wir, bei ihm machen wir unser Vertrauen von neuem fest

Gebet:

Jesus Christus, du bist der gute Hirte.
Du führst uns auf den richtigen Weg und lässt es uns an nichts mangeln.
Gib, dass wir auch in schweren Zeiten auf deine Fürsorge vertrauen.
Bewahre uns und unsere Gemeinden in der Gemeinschaft mit dir.
Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geist
lebst und wirkst von Ewigkeit zu Ewigkeit
Amen

Predigttext: 1. Petreus 2, 21-25

Christus hat für euch gelitten und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen; er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand; der, als er geschmäht wurde, die Schmähung nicht erwiderte, nicht drohte, als er litt, es aber dem anheimstellte, der gerecht richtet; der unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.
Denn ihr wart wie irrende Schafe; aber ihr seid nun umgekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heutzutage sieht man ihn oder manchmal auch sie nur noch selten, deshalb nehme ich Sie nun gedanklich mit in meine Heimat.

Der Naturpark Altmühltal, ist eine Jahrhunderte alte Kulturlandschaft, die ohne Schäferei seine typischen Wacholderheiden und den Magerrasen schon längst verloren hätte.
Dank der Schäfer und Schäferinnen gehört das Altmühltal zu einen der artenreichsten Biotope Mitteleuropas.
Er ist der 4 größte Naturpark Deutschlands der von Ansbach in Mittelfranken bis Kelheim an der Donau reicht. In der goldenen Mitte liegt Weißenburg - meine Heimatstadt.

Genau dort begegnen uns heute noch Schafe – und ich meine damit natürlich die Vierbeiner, mit ihren zufriedenen Gesichtern.
Sie haben keine Sorgen. Sie wissen nicht allzuviel – jedenfalls meine ich das -, aber sie müssen auch nichts wissen, denn sie haben alles, was sie brauchen und das ist gar nicht viel.
Einen Hirten mit seinen Hunden der aufpasst, dass sie gesund bleiben und an der richtigen Stelle grasen können; wichtig sind natürlich auch die anderen Schafe, mit denen sie zusammen leben.
Ohne den Hirten und die anderen Schafe würde das Leben für ein Schaf sicherlich nicht ganz so glücklich aussehen.

 Was da alles passieren kann und schon passiert ist?!
Jesus hat die Geschichte von dem Hirten erzählt, der das verlorene Schaf solange sucht, bis er es gefunden hat, weil es allein nicht überleben kann.
Der 1 Petrusbrief sagt zu seinen Leserinnen und Lesern, sie waren auch wie Schafe. Aber solche Schafe ohne Hirten und Schutz. Sie hatten sich verirrt – sind in falsche Richtungen auseinander gelaufen – und wussten nicht mehr weiter.

 Im Augenblick fühle ich mich auch ein wenig wie so ein verlorenes Schaf – keine Krankenbesuche, keine Jugendgruppe, keine Gottesdienste. Corona macht mich ratlos und an vielen Stellen sogar etwas hilflos – ich kenne das eigentlich nicht und frage mich:

 Wie lange wird das so weiter gehen mit den Einschränkungen. Wann kehre ich zurück in die mir gewohnte und lieb gewonnene Arbeit. Wie schwer werden die wirtschaftlichen Folgen sein. Wird es überhaupt noch mal eine Zeit wie „Vor-Corona“ geben?
Viele Fragen aber nur unzureichende Antworten, viele Expertenmeinungen und vor allem viele betroffene Menschen.
Aber wo ist der richtige Weg, wo finden wir Orientierung und Sicherheit?

 Der 1 Petrusbrief schreibt: „jetzt habt ihr euch dem Hirten und Beschützer von euren Seelen zugewendet..
Er redet von Jesus und meint damit: Jesus ist die Antwort auf alle Fragen. Die Fragen seiner Leserinnen und Leser damals – und auch auf unsere Fragen heute. Bei Jesus, dem guten Hirten, sieht der 1 Petrusbrief, was wir brauchen:

 Ein richtig gutes Vorbild - einen Menschen ohne Schuld, der nicht lügt, der nicht droht und schon gar nicht Rache übt, der aber bei uns bleibt und uns aushält – bis ans Kreuz und der uns so zeigt, wie ein richtiges Leben aussehen muss.

 Der 1 Petrusbrief ist sicher: Auf Jesus können wir vertrauen. Seine Worte und sein Leben passen zusammen.
Denn Jesus sucht immer wieder den Kontakt zu Gott, und findet dabei seinen Halt und den weiten Blick und das barmherzige Mitgefühl für alle Menschen.
Ob Samariter, ob Diener eines römischen Beamten – eines Feindes, ob eine kanaanäischen Frau, die nicht zu seinem Volk gehört.
Er geht auf Menschen zu, erkennt ihre Situation, versteht ihre Geschichte und spricht gut mit ihnen.
So können wir das auch machen. Niemand von uns kann die ganze Welt retten und die großen Fragen beantworten. Aber wir können uns Zeit nehmen für Gott und uns ihm im Gebet anvertrauen. Dadurch werden wir frei, dadurch erwächst Hoffnung auch in Zeiten, wo viele Fragen nur unzureichend beantwortet werden können.

 Der 1 Petrusbrief schreibt: „Denn ihr ward wie Schafe, habt euch verirrt, aber jetzt habt ihr euch dem Hirten und Beschützer von euren Seelen zugewendet.“

 Machen wir das immer wieder: uns zu Jesus hinwenden und sehen, wie er gelebt hat. Verhalten wir uns wie er. Haben wir keine Angst, wenn wir auf dem Weg nur kleine Schritte gehen können.

Amen.

Lied: 391, 1-4 Jesu geh voran

Gebet:
Gott, du bist der gute Hirte. In Weisheit und Liebe leitest du uns. Wir bitten dich: Für alle, die in der Kirche Verantwortung tragen: gib ihnen, dass sie gute Hirten sind. Für Christinnen und Christen aller Konfessionen: führe sie zur Einheit in Wahrheit und Liebe. Für die Verantwortlichen in Staaten und Gemeinden: leite sie, dir und den Menschen zu dienen. Für alle, die Hilfe brauchen und Orientierung suchen: dass sie Fürsorge erfahren und Rat finden.
Gütiger Gott, du verbindest, leitest und führst uns durch deinen Sohn Jesus Christus zum ewigen Leben. Durch ihn loben wir dich, durch ihn beten wir dich an, durch ihn danken wir dir in deiner Kirche, jetzt und allezeit.
Amen.
Vaterunser…

Segen:

Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag

Ihr Diakon Thomas Wollner

 

Wochenspruch:

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte.
Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie,
und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige
Leben.

Johannes 10,11a.27-28a

 

 

 

Gedanken zum Sonntag Quasimodogeniti

 

19. April 2020

 

Glauben, nicht wissen

Ich glaube nur, was ich sehe“, sagen viele. Was ich mit dem Verstand fassen kann, was ich be-greifen kann, nur das hat Bestand. Auferstehung? Das passt da nicht hinein. Auch viele Jünger konnten die Botschaft von der Auferstehung Jesu zunächst nicht glauben. Wo war der Beweis? Wo die logische Erklärung? Der erste Sonntag nach Ostern erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus. Schon jetzt haben Christen Anteil an seinem, dem neuen Leben. Darf man das sagt Jesus.

Evangelium: Johannes, 20, 19-20 (21-23) 24-29

Predigttext: Jesaja 40, 26-31

26 Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt.
27 Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: »Mein Weg ist dem Herrn verborgen, und mein Recht geht an meinem Gott vorüber«?
28 Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich.
29
Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden.
30 Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen;
31 aber
die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Der heutige Predigttext passt wunderbar in die augenblickliche Zeit, denn sie klingt wie ein Motivationstraining für „Coronamüde-Menschen“

Herausgerissen aus dem sonst üblichen Alltag, durch Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen, war und ist in den letzten Wochen neben Kraft und Geduld, auch viel Kreativität und Flexibilität gefordert.
Ähnlich wie es Jesaja beschreibt, habe ich mich daher oft müde, matt, kraftlos und antriebsschwach gefühlt.

Was kann man dagegen tun?

"Kopf hoch!" So fängt es an. "Hebet eure Augen in die Höhe und seht!" Dieses "Kopf hoch!" ist aber ein anderes als das gutgemeinte, schulterklopfende "Kopf hoch" von Kollegen oder Freunden.
Es ist kein: "Nun lass dich nicht so hängen!" Sondern ein: "Nun schau dir mal was anderes an. Entdecke etwas Neues. Blick weg von dir!"

Horizontveränderung zur Motivation: "Hebet eure Augen in die Höhe und seht!" Was gibt es zu sehen und zu entdecken? Die Welt. Und das Gefühl, von Gott umgeben zu sein, der so viel Schönheit und so viele Möglichkeiten in die Welt und das Universum gepackt hat.

Blick dich nur um. Ja, und du darfst dich ruhig auch mal ablenken lassen von deinen Schwierigkeiten. Und wieder auftanken bei Gott, der Quelle des Lebens; und wieder aufatmen, weil du merkst, wie groß Gott ist.

Das bietet heute die Bibel als Motivationshilfe für ausgepowerte Menschen an. So wie damals Jesaja dem Volk Gottes

Doch das "Kopf hoch!" des Jesaja ist nicht nur ein Motivationsschub für die Ausgepowerten seiner Zeit; es ist zugleich ein Aufruf zum Nachdenken.
Das Neue verbunden mit dem Vertrauen in Gott, lässt uns neue Kraft schöpfen, damit wir auffahren mit Flügeln wie Adler, damit wir laufen und nicht matt werden, damit wir wandeln und nicht müde werden.

Das wünsche ich uns allen.

Amen

Wochenlied: 108 „Mit Freuden zart“

Gebet:

Ewiger, barmherziger Gott, durch Jesus Christus hast du uns alle zum Heil und zur Freude berufen.
Durch ihn bitten wir dich:
Schenke deiner Kirche immer neu deine lebendige Gegenwart.
Schenke der Welt deinen Frieden
, den sie sich selbst nicht geben kann.
Schenke allen Getauften den Glauben, der zu neuem Leben befreit.
Schenke den Kranken Heilung und Heil. Schenke allen, die sich für andere einsetzen, die Kraft deiner Liebe.
Schenke unseren Verstorbenen das ewige Leben.
Gott, Schöpfer der Welt, du hast an Ostern das Böse und den Tod besiegt und das Leben neu geschaffen. Überwinde unsere Zweifel und stärke das Vertrauen zu dir, durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn.

Amen

Vaterunser...

 

Segen:

Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag

Ihr Diakon Thomas Wollner

Konzert "Voices of Weihnachten"

Die a capella Gruppe B'n'T wird in der Erlöserkirche Bogen ihr Weihnachtskonzert aufführen am 4. Januar 2020 um 16 Uhr. Völlig ohne Instrumente begeistert die a-capella-Band das Publikum. Mit allbekannten Klassikern wie "Stille Nacht" und von der ersten Noel, dann aber auch Amazing grace und afrikanisch-orientalisch anmutenden "kommet ihr Hirten" wollen die 3 ehemaligen Domspatzen Simon, Bene und Tino, sowie die Amerikanerin Brooklyn und der französische Beatboxer Moy jeden in Stimmung für das Fest der Liebe und Besinnung bringen. Eine Zeit, in der man aber auch mal ein bisschen tanzen, klatschen und mitsingen kann. Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen. Mehr Information unter www.bnt-music.de

  • Bild_1.png
  • Bild_2.png
  • Bild_3.png
  • Bild_4.png
  • Bild_5.png

Adventsmusik 2019

Herzliche Einladung zur Adventsmusik am Samstag den 14. Dezember um 17 Uhr in der evang. Erlöserkirche Bogen (Dr. Martin-Luther Straße 6, Bogen).

Es spielt der Posaunenchor, Alphornbläser, andere Musiker und der Kirchenchor singt.

Dazu werde adventliche Texte von Diakon Thomas Wollner und Pfarrerin Susanne Kim gelesen. 

Eintritt frei, Spenden für das Caritas Baby Hospital in Bethlehem sind willkommen.

Für jeden Besucher gibt es eine Überraschung.  

Kirchgeld Bescheid 2019 

Im Kirchgeldbescheid der evangelischen Kirchengemeinde Bogen ist leider ein Fehler unterlaufen. Die Tabelle zur selbständigen Einstufung ist nicht vollständig abgedruckt worden. So versuchen wir auf diesem Weg die fehlenden Informationen weiterzugeben:

Bitte stufen sie sich selbst ein nach ihrem jährlichen Einkünften der Bezüge:

bis 9.168 ---
9.169 bis 9.999 5 Euro
10.000 bis 24.999 10 Euro
25.000 bis 39.999 25 Euro
40.000 bis 54.999 45 Euro
55.000 bis 69.999 70 Euro
ab 70.000 100 Euro


Kirchgeldkonto bei der Sparkasse Bogen

Evang.-Luth. Kirchengemeinde Bogen
IBAN: DE95 7425 0000 0570 0060 56
BIC: BYLADEM1SRG (BLZ: 742 500 00)


Dies ist ein jährlicher Betrag und kommt ganz der Kirchengemeinde Bogen zu Gute.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis. 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.